5 ‰ der Einkommenssteuer für die Musikkapelle Josef Leitgeb
Das Finanzgesetz (Nr. 269 vom 27.12.2006) sieht die Möglichkeit vor, 5 Promille der Einkommenssteuer u.a. ehrenamtlichen Organisationen zukommen zu lassen.
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Vergelt's Gott!


Im Volksmund ist der Merkspruch überliefert: „Kathrein stellt den Tanz ein“. Der Gedenktag der Hl. Katharina ist eines der letzten Heiligenfeste vor dem Advent. Der Advent dient als Bußzeit und sogenannte geschlossene Zeit zur Vorbereitung auf Weihnachten. In dieser Zeit waren früher öffentliche Tanzveranstaltungen verboten, deshalb feierte man gerne vor dem Beginn des Advents den Kathreinitanz.
Im Jahr 2005 umrahmte die Musikkapelle zum ersten Mal das Kathreinikonzert Ende November. Im Jahr 2027 jährt es sich zum 20.igsten Mal, da über die Coronajahre die Veranstaltung nicht stattfinden konnte
Schon seit vielen Jahren bestand im Antholzertal eine Musikkapelle mit Sitz in Antholz Mittertal. Viele Begeisterte kamen von allen drei Gemeindefraktionen zusammen um auch im Antholzertale eine Musikkapelle zu haben. Schon im Jahre 1936 kam es zu den ersten Auftritten in Mittertal und Niedertal. Nach einer Pause in den schwierigen Kriegsjahren nahm die „Musikkapelle Antholz“ ihre Tätigkeit wieder auf. Es vergingen erfolgreiche aber auch weniger erfolgreiche Jahre.
Nicht alle Musikanten aus Antholz Mittertal waren begeistert nach Niedertal zu den Prozessionen und Konzerten zu kommen, obwohl die Musikkapelle Antholz sich dazu verpflichtet hatte.
Kein Wunder, wenn man sich in Niedertal mit dem Gedanken befasste, eine eigene Kapelle, wenn auch klein, auf die Beine zu stellen. Unermüdlich setzte sich dafür Anton Zingerle „Messnerwirt“ ein; unterstützt wurde er dabei ganz besonders von Andreas Messner „Wiesenheim“ sowie von Sepp Pallhuber „Maurer“, von Gottfried Arnold „Zieler“ und schließlich von der Fraktionsverwaltung mit Peter Pallhuber „Pfaffinger“an der Spitze. Ein begeisterter Befürworter war auch Pfarrer Heinrich Forer.
Es gab wohl einige Auseinandersetzungen mit der Musikkapelle Antholz, die verständlicherweise von einer Trennung nichts wissen wollte.
Nach Anhörung des Bezirkskapellmeisters Emil Schweiger beschloss man in Antholz Niedertal trotz allem acht Blechblasinstrumente anzukaufen und dafür die geeigneten Musikanten anzuwerben.
Bereits 1958 begann Josef Pallhuber „Maurer“ mit dem Notenunterricht. Im Herbst 1959 übernahm Gottfried Arnold die musikalische Leitung als Kapellmeister. Als „Probelokal“ stellte der Pfarrer das Religionszimmer im Widum zur Verfügung.
Am 10. Jänner 1960 traf sich das kleine Häuflein beim Gasthaus Messnerwirt, um dem aus der Taufe gehobenen „Kind“ einen Namen zu geben. Der Zufall wollte es, dass dieser Tag der 150. Todestag des Tiroler Freiheitskämpfers Josef Leitgeb „Pfaffinger“ aus Antholz war. So wurde, auf Vorschlag von Gottfried Arnold, der Musikkapelle der Name „Josef-Leitgeb-Kapelle“ gegeben.
Notgedrungen einigte man sich auf eine einheitliche Kleidung und gleichzeitig darauf, dass die Mitgliederzahl nach oben unbegrenzt sei, jedoch die Zahl von vier Mitgliedern nicht unterschreiten werden darf.
Bis zum Jahre 1965 gab es keine eigenen Statuten, jedoch mit der ständigen Zunahme von Mitgliedern fand man es für notwendig, allgemeine Regelungen bzw. Vereinsstatuten zu erstellen.
Trachten:
Schon im frühen Jahre 1960 einigte man sich auf eine einheitliche Kleidung. Jeder soll in schwarzer Hose, weißem Hemd mit grüner Krawatte und Steyrer Hut (= Volksparteihut) bei öffentlichen Auftritten erscheinen.
Inzwischen hatte die Kapelle mit Bällen, Festen und Konzerten kleine Ersparnisse zusammengebracht, so dass mit Hilfe der Fraktionsverwaltung die neue Pustertaler Tracht angefertigt werden konnte. Der erste öffentliche Auftritt in der neuen Tracht erfolgte im Oktober 1966 in Stillfried (Österreich).
Die Jahre vergingen und auf Grund von Verschleißerscheinungen wurde es Zeit, eine neue Tracht anzuschaffen. Man zerbrach sich die Köpfe und man beriet sich endlos, ob es eine echte alte Antholzer Tracht sein soll.
Bei der Vollversammlung im Jahre 1992 war es endlich soweit. Ein Muster wurde vorgestellt und auch für gut befunden, sodass man nun mit Freude und Begeisterung die neue Tracht erwartete. Sehr viel Mühe und selbstlosen Einsatz zum Zustandekommen und Anschaffung der neuen Tracht gaben sich die früheren Obmänner.
Am 26. und 27. Juni 1993 wurde die neue Tracht eingeweiht. Man veranstaltete zu diesem Anlass ein großes Zeltfest.

Vereinsfahne
Zum 20-jährigen Bestehen der Musikkapelle „Josef Leitgeb“ wurde die neue Vereinsfahne bestellt und am 22. Juli 1979 in feierlicher Umrahmung eingeweiht.
Die Fahnenpatinnen Martha Zingerle und Agnes Messner sowie der Umhüllung Fähnrich Vinzenz Messner zeige diese mit Stolz den Festteilnehmern.
Der Entwurf des Bildes für die Vereinsfahne stammt vom Kunstfachmann „Hellsteiner Leopold“.
Zur Einweihung der Vereinsfahne erschienen Fahnenabordnungen aus Oberrasen, Ridnaun und Delbrück (D), verschiedene Ehrengäste, wie Verbandsobmann, Obmann und Kapellmeister des Bezirkes, der Bürgermeister, Vertreter aus Delbrück u.a.
Das Tragen der Vereinsfahne laut Statuten vom 3. 11. 1996:

